Jeden Sonntag um 18.15 Uhr schalte ich den Fernseher ein und schaue “Tiere suchen ein Zuhause”.
Ich fand die Sendung bislang interessant sowie deren Bemühungen, Tiere aus Tierheimen – aus Deutschland oder auch aus dem Ausland – zu vermitteln. Aber auch die einzelnen Themen zur richtigen Tierhaltung und Pflege etc. haben mein Interesse geweckt.
Was mich aber am letzten Sonntag zur Weisglut brachte, war die Aussage der Moderatorin zu zwei siebenjährigen Kaninchendamen. “Sie sind ideal für Kinder. Falls die Kinder das Interesse nach einiger Zeit verlieren, löst sich das Problem ggf. von alleine.” (Das Zitat stammt aus meiner Erinnerung vom Sonntag. Sollte es nicht richtig wiedergegeben sein, so kann dies ggf. mit meiner Wut zusammenhängen)
Habe ich richtig gehört? Ich dachte zuerst, dass ich mich verhört habe, aber im Forum zur Sendung ging auch eine rege Diskussion los. Nein, ich hatte mich also nicht verhört!
Ich glaube es ist überflüssig zu sagen, dass Tiere keine Kuscheltiere für Kinder sind, sondern viel Liebe und Aufmerksamkeit benötigen. Die Tiere einfach abzuschieben, wenn man sie nicht mehr mag oder weil sie einem überdrüssig geworden sind, ist auch keine Lösung. Man sollte vorher darüber gründlich nachdenken, ob man der verantwortungsvollen Aufgabe gewachsen ist, sich um ein Tier ein Leben lang zu kümmern, Futter zu kaufen, den Stall oder das Gehege auszumisten, beim Tierarzt zu warten, Gassi zu gehen oder ähnliches zu tun.
Es stimmt mich wütend und traurig zugleich, wie unbedacht doch so genannte “Tierschützer/-helfer” Äußerungen von sich geben. Ich hoffe, dass am kommenden Sonntag von der Moderatorin eine Entschuldigung in der Sendung zu hören ist.


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